Ich wurde sehr früh am Morgen geweckt und da schlug es in mein Kopf - heute ist dein Geburtstag. Ich zog kich schnell um und ging hinunter, wo meine Gastmama bereits auf mich wartete. Sie lächelte mich an und sagte mir, dass es heute Abend eine kleine Party und einen Kuchen geben würde. Ich bedankte mich wahrscheinlich 1000 mal und stieg ins Auto. Auf der Hälfte der Fahrt fing es auch an, bei meinem Gastpapa zu dämmern. 'Happy birthday!' sagte er auf einmal und grinste mich an. Auch Ohm, aus seinen Halbschlaf gerissen, gratulierte mir.
In der Schule angekommen, wurde ich direkt zur Bücherei weitergeleitet, weil eine meiner betreuenden Lehrerinnen mir am Tag davor bereits sagte, dass sie mit mir zusammen frühstücken und reden wolle. Ich kaufte mir mein Frühstück und ging hoch zu ihr. Wir redeten über alles mögliche, auch über sehr private Dinge wie Familie und Eltern, Schule und Gefühle und es tat unendlich gut, mit jemanden so offen reden zu können. Meine Freunde holten mich ab, um die Nationalhymne zu singen. Als dies getan war, gingen wir wieder hoch, doch meine Lehrerin hielt mich erneut auf, weil sie wollte, dass ich mit einem Mädchen aus einer niedrigeren Stufe rede, die Angstvor Ausländern hat. Ich versuchte also einfach, ein bisschen mit ihr zu reden, ihre Hobbys, ihr Name, ihre Familie, all sowas. Meine Lehrerin sagte mir danach, dass ich in meinen Klassenraum gehen könne, denn der Unterricht fing bald an. Das erste, was mir auffiel, als ich an meiner Tür angekommen war, war, dass keine Schuhe vor dem Klassenraum standen, denn seine Schuhe zieht man vorher immer aus. Ebenso war die Tür zugeklebt. Das hat mich doch ziemlich verwundert und für einen Moment dachte ich dsrüber nach, ob ich einfach stehen bleiben sollte und auf die anderen warten solle, doch mein Rucksack war schwer und ich, wie ich halt so bin, zu faul um herumzustehen, also machte ich die Tür auf. Alles war dunkel. Ich machte das Licht an und niemand war da. Dafür aber Unmengen an Luftballons, die in der Luft hingen und an der Tafel stand groß und dick 'Happy 17th birthday'. Ich stand bestimmt für 5 Minuten einfach nur da und schaute mich um, mit einem dicken Lächeln im Gesicht.
Dann ging die Tür auf und schallender Gesang erklang. Da kamen meine Freunde herein, wie in einer Parade, Jimmy im Leopardenkostüm führte die Truppe an und sie hatte eine große und wunderschön verzierte Torte in der Hand. Ich wäre fast umgekippt. Ich wusste wirklich nicht, wie uch darauf reagieren sollte, weil sich alle so viel Mühe gegeben haben und ich stand da und lachte herum und sagte 'Leute, ihr seid so verrückt!! Ihr seid SO VERRÜCKT' Ich blies die Kerzen aus und ein paar meiner Freunde gaben mir Geschenke. Ich habe mich wirklich unendlich sehr gefreut. Wir machten Gruppenbilder und atmeten das Helium einiger Ballons ein und freuten uns über die lustigen Stimmen der anderen. Die Torte war eine Eistorte, aus Schokoladen Eis, mit Sahne und mit Kirschen oben drauf. Es war der reinste Dessert Porno. Diese Überraschung ist so unendlich gelungen und ich konnte meinen Freunden die ganze Zeit nur danken, doch ich wünschte, ich hätte ihnen mehr zeigen können, was sie für mich getan haben.
Nach der Schule holte mein Gastpapa Ohm und mich ab, etwas, was ich ebenfalls noch nie erlebt hatte. Wir fuhren nach Hause und Ohm und ich führten wieder unsere typischen Rückfahrtsgespräche. Zuhause angekommen, strömte uns erstmal dieser wahnsinnige Geruch von Essen entgegen. Als ich hineinkam und in die Küche kam, standen da Nui und meine Gastmama, vollgeschwitzt und mitten an der Arbeit und zauberten viele thailändische Gerichte. Ebenso stand Pizza auf dem Tisch. Ich half ihnen beim Aufdecken, damit wir unser Geburtstagsessen beginnen konnten. Ebenso kam die Tante zu Besuch. Als alles fertig war und die Essenspracht auf dem Tisch stand, rief ich meine Mama aus Deutschland über Skype an, denn meine Familie wollte mit ihnen zusammen feiern. Das war etwas, was mich unendlich glücklich und stolz gemacht hat, denn so konnte ich jedem mein Leben zeigen. Meiner deutschen Familie mein jetziges, meiner thailändischen Familie ein Stück von meinem gewohnten Leben in meiner Heimat. Und es bedeutete mir viel, dass sich meine Familien kennenlernten und sich auch gut verdtehen.
Meine beste Freundin, mein Papa und meine Mama aus Deutschland wurden also mit dem Ipad auf dem Tisch gestellt, um uns alle in Blick zu haben. Plötzlich kamen Nui und Ohm rein, wieder mit einer Eistorte und alle sangen 'Happy birthday'. Ich blies die Kerzen wieder aus und Ohm holte diese Glitzerkanone raus, sodass das ganze Essen voll davon war, doch alle feierten und in dem Moment war es titsl egal, weil es unendlich lustig war. Wir begannen zu essen und ich versuchte, zwischen meiner Familie und meiner thailändischen Familie zu korrespondieren. So wurde meine deutsche Famiie schon nach Thailand eingeladen und meine thailändische Familie gebeten, uns auch mal in Deutschland zu besuchen. Auch etwas, was mich unendlich stolz gemacht hat. Der Tag endete damit, dass wir alles aufräumten und ich später meine Geschenke vor meiner deutschen Mama alleine auspackte. Wir redeten nich über so vieles.
Ich hatte die ganze Woche über Angst gehabt, dass hier jeder meinen Geburtstag vergessen würde und ich Heimweh bekommen würde. Ich hatte Angst, dass ich mich einsam fühlen würde und mir mein eigener Kopf wieder im Wege steht. Doch es war alles anders. Es war ein perfekter Tag und ein Geburtstag, den ich nie wieder im Leben vergessen werde. Und das bedeutet unendlich viel für mich.
- Kim
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