Montag, 30. Mai 2016

21 Tage vor Thailand

Warten macht müde


Es sind jetzt nur noch 21 Tage, bis ich nach Thailand fliegen werde. Bis dahin ist so gut wie nichts mehr zu tun. Das Visum habe ich schon im Reisepass, das Fotoshooting habe ich hinter mir und die Impfungen sind auch fast alle erledigt. Ich habe nichts mehr zu tun, außer zu warten. Ich hätte nie gedacht, dass Warten so müde macht. Jeden Morgen wird ein Tag heruntergezählt und langsam habe ich das Gefühl, die Zeit vergeht gar nicht mehr. Also versuche ich all meine Gedanken in die Schule zu stecken. Aber sagt mir, wie soll das funktionieren, wenn deine Gastschwester dir so oft schreibt, wie sehr sich alle auf dich freuen? Oder wenn du ständig darüber nachdenkst, welche Gastgeschenke du mitnehmen möchtest? Wie sollst du dich auf etwas anderes konzentrieren, wenn dich jeden Tag jemand fragt, ob du schon aufgeregt bist?
Hier einmal die Antwort für alle:
Ja. Ich bin verdammt aufgeregt.
Und diese ständige Aufregung ist unglaublich kraftraubend, sodass ich sehr viel Zeit mit schlafen verbringe. Wenn ich gerade nicht schlafe, mache ich Hausaufgaben, unternehme etwas mit meinen Freunden oder mit meiner Mutter. Heute habe ich etwas gelesen, was so stark auf mich zutrifft:
,,How happy I am to have something that makes saying goodbye so hard."
Ich denke die ganze Zeit an Thailand. Ich denke die ganze Zeit daran, zu gehen. Aber ich weiß, dass mir das, wenn's soweit ist, verdammt weh tun wird. Egal, wohin du gehst, es gibt immer etwas, was du zurücklässt. Falls meine Freunde und meine Familie das hier lesen:
Auch, wenn ich von nichts anderes mehr rede und an nichts anderes mehr denken kann - ich werde euch echt vermissen. Ich bin froh, euch zu haben. Danke, dass ihr immer bei mir seid und mich unterstützt. Danke für alles.

Sonntag, 22. Mai 2016

29 Tage vor Thailand

29 Tage vor Thailand

Hallo! Ich bin Kim, komme aus einen kleinen Dorf in Norddeutschland und werde in 29 Tagen ein Jahr in Thailand verbringen. Meine Erlebnisse und mein Empfinden möchte ich in diesem Blog teilen.
Vielleicht habt ihr euch schon die Frage gestellt - warum Thailand? Ihr müsst wissen, dass ich total verliebt in Asien bin. Ich liebe die Fremde und das Unbekannte. Diese stark geprägte Kultur und den ausgelebten Buddhismus. Ich bin verliebt in die Tempel, die Buddhastatuen, die Elefanten und in alles, was dazugehört.

Ich werde in einer Gastfamilie leben. Meine Gastfamilie lebt in Bangkok in einem Außendistrikt. Sie besteht aus meiner Gastschwester (18), meinem Gastbruder (14) und meinen Gasteltern. Mein Gastvater ist Regierungsbeamter, während meine Gastmutter Zuhause bleibt und sich um die Familie und den Haushalt kümmert. Meine Schwester hat die Schule gerade beendet und wird nun studieren, während mein Gastbruder noch weiter zur Schule geht. Ich werde auf die selbe Schule gehen, wie er. Ich habe bereits mit meiner Gastfamilie Kontakt aufgenommen. Meine Schwester hat schon einen Ausflug in einen Tempel geplant. Die Kommunikation mit meinem Gastvater ist eher schwieriger, da er kaum Englisch spricht und unsere Gespräche somit auf Thai stattfinden. Thai ist eine sehr schwere Sprache und ich kann nicht behaupten, dass ich mich auf Thai super verständigen kann, doch mit einigen Apps ist auch das kein Problem mehr.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich war bereits auf einer Vorbereitungstagung von YFU, in der wir sehr viel über Thailand und Kulturen gelernt haben. In einer Woche steht ein Fotoshooting mit der thailändischen Flagge an. Ein neuer Koffer musste her und auch eine handliche Kamera durfte nicht fehlen. Langsam steigt auch die Aufregung, Angst und Freude immer mehr. Aber ich hoffe, dass ich mich selbst in den Griff bekomme und den ganzen Trubel mehr genieße, anstatt Angst vor ihm zu haben.

In 29 Tagen fliege ich nach Thailand. Die Vorfreude ist grenzenlos. Bei der VBT wurde uns gesagt, dass dieses Austauschjahr kein Jahr in unserem Leben sein wird, sondern ein Leben in einem Jahr. Ich möchte euch an meinem neuen Leben teilhaben lassen. Ich möchte euch ein Stück Thailand geben.

Bis bald,
Kim