Sonntag, 19. Februar 2017

Dem Ende so nah

Meine letzte Schulwoche

"We only part to meet again."
- KT

Da ist er wieder, der 20te. Ein weiterer Monat um. Es bleiben nur noch 2 Monate. 60 Tage. Holla die Waldfee.
Die vergangene Woche war ein auf und ab, denn es war meine letzte richtige Schulwoche an meiner thailändischen Schule. Das letzte Mal mein gehasstes Golf spielen im Sport. Das letzte Mal Meeting mit allen 11ten Klassen. Das letzte Mal die Nationalhymne mit der ganzen Schule singen. Viel zu viele letzte Male auf einmal.
Ich hab zuerst nicht so richtig realisieren können, dass das nun alles zu Ende geht. Der letzte Dienstag war dann auch noch Valentinstag, wo alle glücklich mit Blumen und Geschenken durch die Schule rannten, doch ich lege auf diesen Tag nicht allzu viel wert. Meine Freunde und ich hatten die Aufgabe von unseren Singlehrer, ein Lied nachzusingen und wir hatten uns Photograph ausgesucht von Ed Sheeran, welches wir die ganze Woche über fleißig probten. Alles in allem fiel jedoch viel Unterricht aus, die Lehrer reichten nur unsere Examen ein, die wir schreiben sollten und sie dann am Ende abgeben sollten und das wars dann auch schon. Am Mittwoch sollten die 11 Klassen ihre Klassenlehrer ehren, was in Form einer kleinen Zeremonie geschah, wo wir uns alle um die Lehrer herumlegten und ein Lied sangen und am Ende das Schulmotto schrien. Nun, ich hab eher zugehört als mitgemacht, denn die Worte konnte ich nicht so richtig verstehen. Am Donnerstag fing ich an, meinen Spind auszuräumen. Was fand ich nicht für tolle Dinge wieder. Alte Rezepte, die ich gesucht hatte, gebastelte Sachen, alte Klausuren und Hausaufgaben. Es war ein unglaublich trauriger Moment für mich, der mich sehr berührt hat.. Denn all die Dinge, der ganze Alltag, alles, was man sich erkämpft hat, sollte auf einmal Geschichte werden.
Und ich war noch nicht bereit dafür.
Und da kam er, der Tag aller Tage. Freitag. Die Verabschiedung der 12. Klassen. Mein letzter richtiger Schultag.
Er fing damit an, dass wir ziemlich lange um den Sportplatz stehen mussten und uns einige Reden von wichtigen Leuten an der Schule anhören mussten. Jimmy und Ken standen dann vorne und spielten Gitarre, während Ta, Boss und ich uns ganz normal eingereiht hatten. Als die Reden vorbei waren, machten die 12. Klassen ungoaublich viele Bilder und alle anderen sollten in den Unterricht gehen, jedoch blieb auch meine Klasse draußen, um Fotos zu machen. Es sind unglaublich schöne Bilder rausgekommen und als ich mir die alle so angeschaut habe, habe ich wieder gemerkt, wie dieses mulmige Gefühl in mir aufstieg. Ich hab diesen kunterbunten Haufen an Leuten so unglaublich lieb gewonnen. Meine Klasse war und ist mein Anhalt, war immer meine Motivation, auch, wenn mal alles scheiße war, konnte ich nach ihnen greifen und sie haben mich ohne zu zögern festgehalten. Ich glaub manchmal, sie waren der Grund, weshalb ich nicht aufgegeben habe. Weshalb ich bis zum Schluss hier sein werde.
Nun, auch mit den Lehrern machte ich einige Bilder, doch dann kam ein weiteres kleines Highlight - meine Klasse war mit vorsingen bei unserem Gesangslehrer an der Reihe. Schnell probten wir noch ein bisschen, tauschten noch ein paar mal unsere Parts und ab ging es ins Studio, wo die Mikrofone und Instrumente schon aufgebaut waren. Auch, wenns nicht perfekt war, ich muss schon sagen, eir haben das ziemlich gerockt. Und mein Lehrer hat unseren kleinen Auftritt sogar gefilmt, sodass ich das nun auch als wunderschöne Erinnerung bei mir habe. 
Der Tag flog nur so dahin. Die zwölften Klassen hatten nachmittags noch einen Aufmarsch zum Schrein der Universität Ramkhamhaeng, um sich zu verabschieden und zu beten und alle unteren Klassen warfen ihnen Blumen zu. Meine Klasse und ich schauten uns das vom Fenster aus an. Dann klingelte es. Und wir konnten gehen. Und zum letzten Mal ging ich mit meinen Freunden durch das Tor. Zum letzten Mal schaute sich die Security an, ob meine Uniform richtig sitzt. Zum letzten Mal verabschiedete ich mich nach der Schule von meinen Klassenkameraden. Ta sagte noch zu mir, dass das definitiv nicht das letzte Mal war, dass wir uns gesehen haben und Ken wartete noch mit mir, bis meine Gastmama kam und sagte "Ich werde dich so vermissen."
Dann stieg ich ins Auto. Hörte Ohm kaum zu bei den Dingen, die er sagte. Und habe gemerkt, wie unglaublich schön mein Schuljahr war. Musste an meinen ersten Schultag denken und dass Ta der erste war, den ich gesehen habe. Musste daran denken, dass es nie mehr so sein wird, wie es war. Und auf einmal tat das richtig weh. Wie sagt man so schön? Man muss dann gehen, wenn es am Schönsten war. Nur das Traurige ist, dass ich die Schönheit oft nicht sehen konnte. 
Ich werde nur noch einmal am Mittwoch zur Schule gehen, um meine Klausuren zu schreiben, dann ist das Kapitel 'Schule in Thailand' fertig geschrieben. Für mich ist es mit Abstand das schönste Kapitel im ganzen Buch. Vor allem, wenn ich nun sehe, wie viele Bilder meine Freunde von mir posten, weil ich nun ganz sicher weiß, dass ihnen an mir genauso viel liegt, wie mir an ihnen. Dass wir wirklich ein richtiges Team geworden sind und sich all sie harte Arbeit gelohnt hat, es sich gelohnt hat, aus seiner Komfortzone herauszutreten um Dinge zu tun, die man noch nie vorher gemacht hat, dass jeder einzelne Tag sich gelohnt hat und jeder einzelne Trip und alle einzelnen Ereignisse. Ich werde sie vermissen. Gott, und wie.
-Kim

"Wir trennen uns nur, um uns dann wiederzutreffen."
-KT

  
    

Donnerstag, 9. Februar 2017

Eine kleine Geschichte über die Zeit

Die ersten Letzten Male

"You know, we imagined a lot how our new classmate would be. We imagined that you could be a make-up person from the rich countryside or an athlete who makes sport everyday. We never imagined that you would be exactly like us. And it's more than awesome that you fit in our group so well, we can't imagine our group without you anymore. But soon, we sadly have to.'
- Jimmy


Es ist jetzt schon ein bisschen her, seit ich das letzte Mal etwas hier geschrieben habe. Ich hatte einfach wenig Zeit und war so sehr damit beschäftigt, zu leben und zu genießen, dass ich selbst mein Handy oftmals einfach liegen gelassen habe und bin deswegen ab und zu auch dort schlecht erreichbar, also bitte nicht wundern. Ich habe beschlossen, den Stil meines Blogs hier ein bisschen zu ändern und vor jedem Eintrag ein Zitat einzusetzen, welches mir im Kopf hängen geblieben ist, denn in der letzten Zeit gibt es viel zu viele davon. Die deutsche Übersetzung ist am Ende meines Eintrags. 
Wie schon angedeutet, gab es die letzten Wochen viel zu tun. Ich bin eine Menge umhergefahren und habe eine Menge mit meinen Freunden gemacht, auch am Wochenende. Letzten Dienstag habe ich Jimmy und KT zum Essen eingeladen, da Jimmy im Januar Geburtstag hatte und ich nicht dazu kam, ihr etwas zu schenken. Nach der Schule brachten wir also noch ein paar Wahlwerbeposter in der Schule für Jimmy an und fuhren dann mit dem Taxi zur Mall, wo Jimmy sich ein Restaurant aussuchte und wir dann ausgiebig aßen. Und wenn ich ausgiebig meine, dann meine ich, dass wir so viel aßen, dass wir die Gürtel der Schuluniform lockern mussten und uns trotzdem noch schlecht war. Doch das Essen war einfach unglaublich gut und da wir viel zu viel bestellt hatten, versuchten wir alles noch irgendwie reinzustopfen, wodurch wir am Ende Bauchschmerzen des Todes hatten - doch bereut haben wir nichts!
Mit runden Bäuchen verließen wir also das Restaurant, bezahlten noch meine Telefonrechnung und gingen in einen Supermarkt, da ich Zutaten für meine Kochstunde kaufen musste (ihr könnt euch schonmal auf selbstgemachte Frühlingsrollen freuen). Drei Mädels im Supermarkt war natürlich ein totales Disaster. Obwohl wir wirklich über den Boden rollen konnten, weil in uns wirklich nichts mehr reinpasste, blieben wir auf mysteriöse Weise in der Schokoladenabteilung stecken. Und komischerweise landete doch noch eine Menge in den Korb. Und Eis auch noch. Und haben die hier etwa Haribo? Und hast du mal die Zimtschnecken probiert? Die sind göttlich!
Nun, ich muss gar nicht erklären, wie es weiterging. Wir landeten auf einer Bank nach dem Einkauf in der Mall..und aßen die Dinge, die wir gekauft hatten. Ein Land, in dem nichts über gutes Essen geht. Willkommen in Thailand.
Doch es wurde bald nachmittag und ich musste nach Hause. Also verabschiedete ich mich von meinen Mädels, suchte mir ein Taxi und fuhr los. Als meine Gastmama mir noch was zu essen geben wollte, lehnte ich dankend ab und hatte Angst, zu explodieren und so endete der wie immer wunderbare Dienstag.
Freitag war ein besonderer Tag für meine Klasse, denn im Fach Gesundheit hatte unser Lehrer ein anti-rauchen Projekt gestartet. Dazu mussten wir eine Werbeshow in der Radiostation unserer Schule machen, wo die Durchsagen gemacht werden und diese durch die ganze Schule und den ganzen Hof hallen. Wir sollten alles genauso gestalten wie in einer Talkshow im Radio und wie meine Freunde so sind, haben wir am Freutag erst angefangen, uns mal zu überlegen, wie wir das überhaupt machen wollen. Dafür hatten wir nur ein paar Stunden Zeit und ich, die typisch Deutsche mit dem Plan, war am Durchdrehen. Am Ende war Jimmy der Moderator, KT die Person, die die Campagne gestartet hat (wir haben virher noch anti-rauchen Poster überall in der Schule aufgehängt), Ta ein Mann, der mit Rauchen aufgehört hat, Ken jemand, der ein Organ wegen des Rauchen verloren hat (es war schwer, währned seines Parts nicht zu lachen) und ich einfach jemand, der noch nie geraucht hat. Als wir in die Radiostation kamen, war das schon ziemlich cool, denn dort standen überall Mikrofone mit einer Menge Knöpfe und freiwillige Schüler halfen uns, die Musik anzumachen, denn im jedem Radio wird nunmal auch Musik gespielt und immer wenn jemand fertig von Jimmy interviewed wurde, wurde ein anderes Lied gespielt. Wenn schon, dann professionell! 
Am Ende war es echt gelungen, auch, wenn wir das ein oder andere Mal Probleme damit hatten, Ernst zu bleiben, doch Jimmy war taff und unterdrückte ihr Lachen jedes Mal, wenn sie an der Reihe war. Diejenigen, die gerade nicht sprechen mussten, haben sich in der Ecke weggeschmissen vor Lachen, besonders, als Ken über sein verlorenes Organ sprach. Das Komische war immer, dass man seine eigene Stimme über den kompletten Hof hallen hörte, wenn man ins Mikrofon sprach. Am Ende hat das alles aber echt Spaß gemacht und die höchste Punktzahl haben wir auch noch bekommen!
Eine andere Sache, die letzte Woche noch passiert ist, war der weltbeliebte physical Test. Jedes Semester wird ein Test gemacht, wo deine Fitness geprüft wird und auch deine Kondition und ob du irgendwelche Krankheiten oder Über- oder Untergewicht hast. Glaubt mir, ich hab diesen Test im ersten Halbjahr schon gehasst wie nichts anderes. Der Test besteht aus zwei Teilen: Laufen und Fitness. In unseree ganz normalen Sportstunde wurden wir also zum Laufen auf den Universitätssportplatz gezwungen. Es waren 38 Grad. Unsere Klamotten waren lang und dick. Ich stand auf den Platz, bin noch nicht mal losgelaufen und hatte schon keine Lust mehr.
Erst mussten wir sprinten, wo ich überraschend zweite wurde. Anscheinend ist doch noch nach all der Zeit, in der ich kein Sport gemacht habe, etwas hängen geblieben. Dann mussten wir 2km laufen. Gott. Auch dort war ich überraschender Weise ziemlich gut und bin die ganze Zeit mit der sportlichsten von uns, Jimmy, mitgelaufen und wir kamen sogar zusammen ins Ziel. Danach bekam ich einige Sprüche ab, da ich Weiße bei dem bisschen Sport ja immer gleich aussehe, wie eine Tomate. Doch das war okay, ich war einfach nur froh, es hinter mir zu haben. Da wir außerhalb der Schultore waren, gingen wir uns dann noch einen Smoothie kaufen - Erdbeer Joghurt, was ziemlich gut war nach dem Scheiß.
Der zweite Teil des Tests stand dann am Freitag an und war noch viel viel schlimmer als das Laufen. Denn da warteten Klimmzüge auf mich, sowie Sit Ups, Liegestütze, kurzer Sprinttest und Springen mussten wir auch noch. Um ehrlich zu sein möchte ich nicht darüber reden. Es war die Hölle. Und peinlich. Und das letzte Mal in meinem Leben, dass ich sowas machen muss.
Am Sonntag hatten wir uns dann alle verabredet, um Spenden für den Süden von Thailand zu sammeln, denn wie wir vielleicht in den Nachrichten gesehen habt, ist der Süden überflutet worden und eine Menge Familien haben ihr Zuhause verloren und können dort nicht mehr leben. Warum wir das gemacht haben? Für Karma. Wer weiß schon, wann unser nächstes Leben startet.
Wir hatten geplant, zu singen und Ken sollte Gitarre spielen. Wir wollten dies im größten Markt für Touristen machen, den Chatuchak Markt, den ich über alles liebe. Um 8 fuhr ich zu Jimmys Haus und zusammen fuhren wir zur U-Bahn Station, wo wir auf die anderen warteten. Nach zwei Stunden kam der Letzte. Zwei Stunden zu spät. Willkommen in Thailand.
Mit der Gitarre in Schlepptau fuhren wir also zum Chatuchak. Dort angekommen schlug uns erstmal diese unglaubliche Hitze entgegen, 39 Grad waren es. Erstmal brauchten wir eine Erlaubnis, dort spielen zu dürfen und suchten die dafür zuständige Person auf, die uns die Nachricht gab, dass wie nicht spielen durften. Super. Alles umsonst. Wir beschlossen, vor der U-Bahnstation zu spielen, doch es war unglaublich heiß nud viel zu viele Touristen, die gar nicht wussten, was wir dort machten, weil unsere Schilder auf Thai waren. Nach einer halben Stunde nahmen wir 20 Baht ein, 50 Cent. Super. Müde und motivationslos fuhren wir zurück und jeder ging seiner Wege. KT fragte mich, ob ich mit ihr zur Mall gehen wollte, weil sie sich das neue IPhone kaufen wollte und da es nich viel zu früh war, um einfach nach Hause zu fahren, fuhr ich mit. Nachdem wir ws gegessen hatten und sie sich ihr IOhone gekauft hatte, fuhr auch sie nach Hause und ich schlenderte noch ein bisschdn umher und genoss das Alleinsein. Doch gegen Nachmittag fuhr auch ich zurück.
Diese Woche fuhren die Jungs dann ins Militärcamp, sodass wir Mädchen nicht zur Schule mussten. Es klingt so blöd, aber ehrlich gesagt fand ich das ein wenig schade, da mir nicht mehr viel Zeit in der Schule bleibt. Nun, da es viele Projekte zu erledigen gibt, traf ich mich mit KT und Jimmy gestern. Zuerst ging ich zu Jimmys Haus, die noch im Bett lag, als ich eintraf. Sie aß erstmal ausgiebig und zusammen fuhren wir dann zur Schuld, da sie einige Sachen dort vergessen hatte, die wir für die Projekte brauchten. Es ist immer unglaublich schön, mit Jimmy zu reden, weil sie so ein offener Mensch ist und nie voreingenommen. Wenn wir im Taxi sitzen, reden wir immer über alles und das sind so unsere vertrauten Momente, doch bald schon meldete sich KT, dass sie soweit sei und somit fuhren wir zum Skytrain, da wir Jimmys Vater bei seiner Arbeit interviewen mussten. Vorher gingen wir ber zu Starbucks und aßen einen Salat bei Subway. Als wir an der Station, die am nahesten bei der Arbeit von Jimmys Vater liegt, ausstiegen, kam KT auf die grandiose Idee, mit dem Tuk Tuk zu fahren. Gott, ich liebe Tuk Tuks. Und wenn einen so der Wind durch die Haare braust, macht das auch unendlich Spaß und wir lachten so viel zusammen in diesem Moment. Das war eindeutig das Highlight des Tages.
Jimmys Vater ist der Cheff vom National Catastrophy Disaster of Thailand, einer Kompanie, die sich um die Naturdisaster in Thailand kümmert und im Moment ist da besonders viel zu tun aufgrund der Geschehnisse im Süden. Ich hab so eine Kompanie noch nie zuvor gesehen nud es war unendlich cool. Wir wurden überall stolz vorgstellt und machten dann das Interview und eine Menge Räume wurden uns gezeigt. Danach gingen wir mit Jimmys Vater noch in den Tempelbereich der Kompanie, um zu beten, dann fuhr er uns zur Station wir gleich weiter zu KT's Haus, da wir ein Modell bauen mussten. Dies dauerte lange. Und war ziemlich witzig, weil wir so mal wieder viel Zeit zum Rede hatten. Nebenbei hörten wir auch Musik, sogar ein bisschen was Deutsches! 
Spät abends fuhr ich dann zur Schule, wo mein Gastpapa mich abholte. Ich habe viel gemerkt in den letzten Wochen, besonders, wie komisch Zeit ist. Manchmal hab ich das Gefühl, ich stecke hier fest und die Zeit vergeht gar nicht. Und dann schaud ich auf meinen Countdown und sehe, dass es nur nich 69 Tage sind. Gott, wo ist die Zeit hin? Ist sie gerannt? Was hab ich nicht schon alles erlebt! Was mich besonders trübselig macht, ist, dass ich viele Dinge im Moment zum letzten Mal erlebe. Ich hatte meine letzte Kochstunde bereits, und auch das letzte Mal nähen (den Unttericht hab ich übrigens echt gehasst). Nächste Woche ist meine letzte richtige Schulwoche und da werde ich die unteren Klassen vom EP zum letzten Mal sehen. Danach kommen die Finals, meine letzten Finals. Und dann sehe ich die Schule zum letzten Mal, hab das letzte Mal meine Schuluniform zur Schule an, sehe meine Lehrer zum letzten Mal, hab das letzte Mal Mittagessen in der Kantine. Es ist ein komisches Gefühl. Ich hab so lange mit Miri darüber geredet über dieses Letzte-Mal Ding. Und wir beide waren uns einig, dass es immer aufhört, wenn es gerade am Schönsten ist. Und das ist schwer zu akzeptieren, denn meine letzten zwei Wochen waren einfach perfekt und haben mir gezeigt, wie sehr ich dazugehöre. Zum Glück werde ich meine Freunde noch nicht das letzte Mal sehen, denn in den Ferien sin schon viele gemeinsame Dinge geplant. Und meine Freunde sind das Wichtigste für mich hier. Und selbst wenn ich Thailand verlasse, bin ich mir sicher, dass das nicht das das Letzte Mal war, dass ich sie gesehen habe. Trotzdem werde ich sie vermissen. Und die Art, wie ich selbst war, als ich mit ihnen zusammen war, werde ich auch vermissen.
- Kim

"Weißt du, wir haben uns so oft ausgemahlt, wie unsere neue Klassenkameradin sein würde. Wir haben uns vorgestellt, dass du so ein make-up Mensch vom reichen Land sein könntest oder ein Athlet der jeden Tag Sport macht. Wir hätten nie gedacht, dass du genauso sein wirst wie wir. Und es ist mehr als genial, dass du in unsere Gruppe so gut hineinpasst, dass wir sie uns gar nicht mehr ohhne dich vorstellen können. Aber bald müssen wir dies leider."
- Jimmy