Sonntag, 10. Juli 2016

Die schönen Tage

Shopping Trip 

Meine Gastmama und Nui beschlossen, mit mir zu einem riesigen Markt zu fahren, wo es viele traditionelle Thaisachen zu kaufen gibt. Eir sammelten einen Freund von Nui ein und los ging es. Ich kann wirklich schwer beschreiben, was das für ein Markt war und wie er aufgebaut war. Er war einfach riesig. Überall gab es kleine Gassen mit Ständen, in dir man hinein gehen konnte. Überall sah man die typischen thailändischen Muster und Schmuck ohne Ende. Und überall waren Menschen, die es einen schwer machten, sich zu bewegen. 
Ich hatte anfangs Angst, dass ich zu schüchtern sein werde, um zu sagen, wenn ich etwas kaufen möchte. Aber die Angst verflog sehr schnell, als,ich mich ins Shopping Getümmel stürzte. Meine Gastmama begleitete mich überall hin und verleitete mich manchmal sogar dazu, Dinge zu kaufen. Es war unvorstellbar günstig. Nichts war über 200 Baht, was umgerechnet ungefähr 6 Euro waren. Ging es doch mal über 300 hinaus, handelte meine Gastmama wie die Irre, sodass ich es am Ende für die Hälfte bekam. Ich hätte den ganzen Markt leer kaufen können. Es gab einfach unbeschreiblich viel zu sehen und für jeden Geschmack, jede Altersklasse, jedes Geschlecht war etwas dabei. Elefantenmuster hatten es mir besonders angetan. Ich kaufte mir eine Tasche damit, Schlüsselanhänger und eine Boxershorts, dazu noch T-Shirts (wobei mir eins meine Gastmama für meinen Geburtstag kaufte) und ein Portemonnaie. Ich kaufte noch viel mehr. Schmuck und Tücher durften natürlich auch nicht fehlen. 
Natürlich war dieser Markt ein idealer Ort für Touristen und mir ist bewusst geworden, dass ich schon lange keiner mehr bin. Eine Händlerin sprach meine Gastmama darauf an und sie schenkte mir die Tasche, die ich haben wollte, weil sie es so toll fand, dass jemand für ein Jahr nach Thailand gehen möchte. Sie sagte ebenso, ich würde mich ganz anders verhalten, als normale Touristen. Mir selbst ist das aufgefallen, als ich andere in meinem Kopf dafür verurteilte, dass sie ihre Schultern und Knie nicht bedeckten. Ab da wusste ich, dass ich die Werte dieser Kultur schon teilweise angenommen habe. Ich zeige mich meiner Familie gegenüber nie in kurzen Hosen, weil es mir selbst unangenehm geworden ist. Und das ist ein guter Start der Anpassung, nehme ich an.
Der Markt bot natürlich nicht nur Klamotten und Accessoires, es gab auch unheimlich viel Essen. Meine Gastmama wollte, dass ich thailändisches Eis probiere. Dieses unterscheidet sich darin, dass es aus Kokosmilch und nicht aus Kuhmilch gemacht wird. Serviert bekommt man dies ebenso in einer Kokosnussschale und mit dem Kokosnussfleisch drin. Es war göttlich. Anders kann ich es nicht beschreiben. Es war einfach nur himmlisch. Später kauften Nui, ihr Kumpel und ich uns noch eine Schokobanane, die von innen gefroren war und von außen eben mit Schokolade überzogen und mit Cashew Nüssen verziert war. Ich denke, ihr könnt euch denken, wie absolut geil das war. Ich hätte alle drei davon essen können, aber mein schlechtes Gewissen hielt mich zurück. 
Mit vielen Tüten und totmüde stiegen wir ins Auto. Es war ein wunderschöner Tag. Es war einer dieser Tage, bei denen mir wieder klar geworden ist, warum ich Thailand gewählt habe. Mir ist wieder richtig klar geworden, wie wundeschön und vielfältig dieses Land ist. Und ich bereue nichts.
- Kim
     
 

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