Samstag, 25. Juni 2016

Paradies der grauen Wände

Die Anreise

Als ich am 20.06 aufwachte, war das wie ein Traum - heute fliegst du nach Thailand. Du erlebst was, worauf du so lange gewartet hast. Als dann langsam meine Freunde eintrudelten und wir dann losgefahren sind, ist mir erst bewusst geworden, was hier eigentlich passiert. 'Unglaublich, was wir hier tun' sagte ich öfters meiner Mama. 
Der Abschied dann viel mir unheimlich schwer. Als meine Mama und meine beste Freundin dann anfingen zu weinen und mein Papa mir sagte 'Lebe deinen Traum' ging auch bei mir gar nichts mehr. Die Kontrollen passierte ich mit verquollenen Augen.
Nachdem das Flugzeug dann in Frankfurt landete, fand ich die anderen YFU'ler schon am Gate. Wir waren alle krass aufgeregt und konnten es nicht fassen. Als unser Flug dann aufgerufen wurde, ging gar nichts mehr - wir stürmten alle wie die Verrückten ins Flugzeug hinein. Glaubt mir, der Flug war die Hölle. Weil die Kim ja mal wieder zu blöd war, die Sitzlehne nach hinten zu drehen, konnte sie natürlich kein bisschen schlafen. 2 stunden von 11, höchstens. Immerhin hat mir das den Jetleg erspart. Neben mir saß ein Mann, der in Bangkok wohnt und eine lange Zeit habe ich mich mit ihm unterhalten. Nunja. Eigentlich habe ich ihn die ganze Zeit zugeredet und er antwortete mit 'wow' und fragt mich noch mehr. Er lächelte sehr viel und war sehr offen. Dazu hatten wir noch Fernseher umd ich vertieb mir meine Zeit mit 'Blind Side' und 'Rambo'. 
Dann endlich landeten wir. Alle hatten ihre Koffer bekommen und es ging hinaus. Unsere YFU Betreuer fanden wir sehr schnell auf den riesigen Flughafen. Als wir hinaus gingen, schlug uns erstmal diese unglaubliche Hitze entgegen. Stolze 34 Grad waren es. Wir wurden in einen Kleintransporter gebracht und dann ging es los:
Das erste, was mir aufgefallen ist, ist diese Farbpracht. Ich denke, ich wusste vorher nicht mal, was Farben sind. Überall siehst du etwas vergoldet und große Häuser und leuchtende Autos und krass grüne Bäume und das Abbild des Königs auf der Straße und und und. Bangkok ist grau, aber es ist ein schönes grau, nicht so verblasst. Ein graues Paradies. Wir klebten die ganze Zeit am Fenster. Ich werde diesen Moment nie vergessen, wo unsere Köpfe nach rechts und links schlugen, weil wir nichts verpassen wollten. Denn ab da wusste ich, ich habe alles richtig gemacht. Überall Mopeds mit teilweise 3 Leuten drauf. Menschen, dir auf einem Transporter auf der Ladefläche saßen und das Leben genossen. Alle Menschen winken dir zu und lächeln dich an. Wunderschön ist kein Wort für das, was wir erleben dürfen.
Es ist schwer, alle Eindrücke in Worten wiederzugeben. Gerade bin ich im Orientation Camp im Hotel. Am Samstag werde ich in meine Gastfamilie kommen und dann von diesem Camp erzählen, da sich das sonst zu sehr ausdehnt und ich um ehrlich zu sein auch nicht viel Zeit habe, weil ich jeden Moment in mir aufsagen, jeden Moment genießen möchte. Was ich bisher sagen kann, ist, dass es die beste Entscheidung überhaupt war und ich vollends glücklich bin. So  unglaublich glücklich.
- Kim
   
 K 

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