Warten macht müde
Es sind jetzt nur noch 21 Tage, bis ich nach Thailand fliegen werde. Bis dahin ist so gut wie nichts mehr zu tun. Das Visum habe ich schon im Reisepass, das Fotoshooting habe ich hinter mir und die Impfungen sind auch fast alle erledigt. Ich habe nichts mehr zu tun, außer zu warten. Ich hätte nie gedacht, dass Warten so müde macht. Jeden Morgen wird ein Tag heruntergezählt und langsam habe ich das Gefühl, die Zeit vergeht gar nicht mehr. Also versuche ich all meine Gedanken in die Schule zu stecken. Aber sagt mir, wie soll das funktionieren, wenn deine Gastschwester dir so oft schreibt, wie sehr sich alle auf dich freuen? Oder wenn du ständig darüber nachdenkst, welche Gastgeschenke du mitnehmen möchtest? Wie sollst du dich auf etwas anderes konzentrieren, wenn dich jeden Tag jemand fragt, ob du schon aufgeregt bist?
Hier einmal die Antwort für alle:
Ja. Ich bin verdammt aufgeregt.
Und diese ständige Aufregung ist unglaublich kraftraubend, sodass ich sehr viel Zeit mit schlafen verbringe. Wenn ich gerade nicht schlafe, mache ich Hausaufgaben, unternehme etwas mit meinen Freunden oder mit meiner Mutter. Heute habe ich etwas gelesen, was so stark auf mich zutrifft:
,,How happy I am to have something that makes saying goodbye so hard."
Ich denke die ganze Zeit an Thailand. Ich denke die ganze Zeit daran, zu gehen. Aber ich weiß, dass mir das, wenn's soweit ist, verdammt weh tun wird. Egal, wohin du gehst, es gibt immer etwas, was du zurücklässt. Falls meine Freunde und meine Familie das hier lesen:
Auch, wenn ich von nichts anderes mehr rede und an nichts anderes mehr denken kann - ich werde euch echt vermissen. Ich bin froh, euch zu haben. Danke, dass ihr immer bei mir seid und mich unterstützt. Danke für alles.

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